Bluthochdruck und Massage

Bereits 1999 haben Forscher des “Touch Research Institute” der “School of Medicine” an der University of Miami
und der “Nova Southeastern University” in Florida eine Studie über die „Behandlung von Bluthochdruck und damit verbundene Symptomen durch Massagetherapie “ durchgeführt.
2005 veröffentlichten die Forscher diese Erkenntnisse mit dem Schluss, dass vorhandener Bluthochdruck bei Menschen die regelmäßig Massagen erhalten, sinkt.

Die Forscher stellten fest, dass die “normale” Massage den größten Effekt auf die Senkung des Blutdrucks hat,
während potenziell schmerzhafte Techniken den gegenteiligen Effekt haben könnten.
Die Stimulierung und  Mobilisierung von Haut, Bindegewebe, Muskelgewebe und Periost durch die Massage veranlasst die Rezeptoren Entspannungsbotschaften an das Zentralnervensystem zu senden.
Diese Reflexe verursachen eine Vasodilatation, was zu einem verringerten Blutdruck und einer verringerten Herzfrequenz führt.

Ein heilender Kontakt

Massagen sind eine besondere Art von Therapie. Sie werden mit viel Wissen, geschulten Händen sowie viel Sensibilität ausgeführt.
Also eine sehr intensive, sehr wirkungsvolle und effektive Form der Behandlung.
Behandelt werden Funktionsstörungen, Bewegungseinschränkungen, Fibromyalgie, Erkrankungen des rheumatischen Formenkreises und nicht zu Vergessen ist sie ein wichtiger Bestandteil der Unfallnachsorge. Sie kann chronischen Kopfschmerzen und Migräne lindern sowie Schmerzen im Zusammenhang mit Kiefergelenken mindern und verringert stressbedingte Schlaflosigkeit. Auch Verbessert sie die Verdauungsfunktion und hilft bei Verdauungsstörungen und stärkt das Immunsystems,
Das Ziel einer Behandlung ist die Wiederherstellung, Erhaltung oder Förderung der Gesundheit, des Wohlbefindens und sehr häufig einhergehend mit einer deutlichen Schmerz-Reduktion.

Die Massage stimuliert den Stoffwechsel der Muskelzellen, wirkt krampflindernd, entspannend oder kräftigend, durchblutungsfördernd und schmerzlindernd.
Bei richtiger Anwendung durch einen ausgebildeten Fachmann kann die Massage Schmerzen und/oder Verwachsungen lindern, die Sedierung fördern, Flüssigkeiten mobilisieren, die Muskelentspannung erhöhen und die Vasodilatation erleichtern (die Erweiterung der Blutgefäße aufgrund der Entspannung der glatten Muskelzellen innerhalb der Gefäßwände).

Lymphsystems ab Stadium II

Erkrankungen des Lymphsystems ab Stadium II stehen künftig auf der Diagnoseliste für den langfristigen Heilmittelbedarf. Das hat der Gemeinsame Bundesausschuss heute beschlossen und die Anlage 2 zur Heilmittel-Richtlinie entsprechend angepasst.

Bislang stand eine Entscheidung des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA) aus, welche Schweregrade in die Diagnoseliste für den langfristigen Heilmittelbedarf aufgenommen werden. Diese Liste wird nun um Erkrankungen des Lymphsystems ab Stadium II erweitert. Verordnungen im Rahmen des langfristigen Heilmittelbedarfs unterliegen nicht den Wirtschaftlichkeitsprüfungen.

Die Kräfte der Natur

Die Kräfte der Natur sollten wir wenn immer möglich, zu Heilzwecken nutzen. Wasser, Sonne, Luft und Erde, bieten eine Vielzahl von Möglichkeiten Beschwerden und Schmerzzustände zu kurieren. Wer sich dieser Kraft bedient, wird länger gesund bleiben und es wird ihm helfen falls er mal krank wird!

Hochschule Fresenius stellt Ergebnisse vor

Pressemitteilung der Hochschule Fresenius vom 02. Oktober 2017

Deutschland droht in den kommenden Jahren ein gewaltiger Mangel an Fachkräften im Gesundheitswesen. Die Hochschule Fresenius in Idstein hat in der Studie “Ich bin dann mal weg”(*) alarmierende Zahlen zum Fachkräftemarkt und zur Arbeitszufriedenheit von Physiotherapeuten, Logopäden und Ergotherapeuten ermittelt. Von rund 1.000 Therapeuten, die an der Erhebung der Hochschule Fresenius teilnahmen, ist jeder vierte schon jetzt aus seinem Beruf ausgestiegen, fast die Hälfte denkt darüber nach. Nur knapp jeder dritte befragte Therapeut will aktuell auf jeden Fall in seinem Beruf weiterarbeiten. Besonders kritisch ist die Situation bei den Physiotherapeuten und Logopäden. Die Gründe für den Ausstieg sind überwiegend zu geringe Verdienstmöglichkeiten und mangelnde berufliche Perspektiven. Vorgestellt wurden die Ergebnisse von den Studierenden des Masterstudiengangs Therapiewissenschaften im Rahmen eines Symposiums, das am 30. September am Idsteiner Campus der Hochschule Fresenius stattfand.

Lymphödemen Stadium 2

Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) hat in seiner Sitzung am 16. März 2017 beschlossen,
dass bei Lymphödemen ab Stadium II von einem langfristigen Heilmittelbedarf auszugehen ist.
Mit der entsprechenden Ergänzung der Anlage 2 der Heilmittel-Richtlinie entfällt damit das
Antrags- und Genehmigungsverfahren bei den Krankenkassen.

Das Stadium 2
Auch nach längerer Bettruhe verschwindet das Ödem nicht mehr. Die Schwellung kann aber
durch fachgerechte Behandlung beseitigt werden. In diesem Stadium ist die Anfälligkeit für
Infekte stark erhöht (Erysipele, Mykosen). Es können auch erste Hautveränderungen auftreten.
Die Schwellung wird dauerhaft und es zeigen sich erste Verhärtungen des Gewebes.

Die Lymphdrainage

Die Lymphdrainage ist eine angenehme Entstauungstherapie, bei der durch sanfte Griffe, Druck- und Entspannungstechniken der Fluss der Lymphe im Körper angeregt wird. Da die manuelle Lymphdrainage keine klassische Massage ist, sollte sie ausschließlich unter Anleitung von geschulten Experten vorgenommen werden. Professionell eingesetzt kann Lymphdrainage vieles bewirken. So wird die Lymphdrainage schon lange im Gesicht im Bereich der dermatologischen Kosmetik eingesetzt, wo sie beispielsweise gegen Akne oder Narben eingesetzt wird. Auch in der Medizin ist die manuelle Lymphdrainage seit Jahren anerkannt und wird etwa zur Behandlung von Lymphödemen eingesetzt.

Mehr zum Thema: http://www.gesundheit.de/medizin/behandlungen/lymphdrainage